Conil de la Frontera – beliebter Badeort mit authentischem Flair
Wir starten am 16. Jänner um 9 Uhr 15 in einem Airbus A320 der Ryanair mit Kurs auf das südspanische Málaga an der Costa del Sol, wo wir nach 2,5-stündiger Flugzeit landen. Noch am Flughafen übernehmen wir unseren Leihwagen FIAT 500 Hybrid, verlassen die zweitgrößte Stadt Andalusiens am Mittelmeer, und machen uns auf den Weg ins drei Fahrstunden entfernte Conil de la Frontera. Der beliebte Ferienort an der Atlantikküste mit viel andalusischem Charme und weißen Häusern an der Costa de la Luz gehört zur Route der weißen Dörfer – Routa de los Pueblos Blancos. In der Calle el Roqueo beziehen wir ein geräumiges Apartment samt Terrasse mit Blick auf den Atlantik.
Danach gibt es ein freudiges Wiedersehen im Kreis unserer Familie, mit Tochter, Schwieger- und Enkelsohn sowie Hund Rio, welche bereits zum Jahresende per Auto eingetroffen sind. In Fuente de Gallo ganz in der Nähe bewohnen sie ein behagliches Haus mit Garten, welcher viel Möglichkeit zu Spiel und Auslauf bietet. Unsere Jungfamilie kennt die Gegend und die zum Kitesurfen und Wellenreiten beliebten Strände bereits gut von vorangegangenen Aufenthalten. Zusammen werden wir hier einen Besichtigungs-, Betreuungs-, Arbeits-, und Sporturlaub verbringen. Nachmittags erkunden wir bei angenehmen 16°C die hübsche Stadt mit ihren typisch weißen Häusern, schlendern durch enge Gässchen und erfreuen uns an blühender Vegetation und nur wenigen Touristen. Im Restaurante El Pasaja an der Avenida de la Playa stärken wir uns mit Thunfisch, Atun con Shitake, und Kroketten. Abschließend geht es zum 250 m breiten Sandstrand, welcher Auslauf für Jung und Alt sowie schöne Fotomotive bietet. Bienvenido – willkommen im Urlaubsparadies!
Cádiz – älteste Stadt Europas mit Stadtmauer, Kathedrale, Torre Tavira
Am Freitag des 17. Jänner verschlägt es uns gemeinsam ins 45 Fahrminuten entfernte und auf einer Landzunge gelegene Cádiz – die älteste Stadt Europas. Im 11. Jh von Phöniziern gegründet, kann die charmante Hauptstadt der Provinz Cádiz auf eine wechselhafte Geschichte zurückblicken. An drei Seiten vom Atlantik umgeben, erhielt sie im Jahr 1717 das Monopol für den Handel mit Lateinamerika. Wir parken am Rande der Altstadt bei der Stadtmauer und werden von unserer Familie durch das Stadttor zu den Sehenswürdigkeiten geführt. Zusammen erkunden wir die zentrale Plaza San Juan de Dios mit der gleichnamigen Kirche und dem neoklassizistischen Rathaus und die Markthalle, Mercado Central, samt buntem Treiben und vielfältigem Angebot. Zwischendurch erfreut sich unser Enkel bei sonnigen 19°C am örtlichen Spielplatz, ehe es für alle Tapas-Spezialitäten im Freien eines gemütlichen Restaurants gibt.
In Begleitung unseres Enkels besichtigen Chris und ich über 173 Stufen den sehenswerten Aussichtsturm Torre Tavira mit der berühmten Camera Obscura. Die junge Generation kennt ihn bereits und nützt die Zeit mit Rio für eine Pause. Uns Drei erwartet indes ein tolles 360°- Panorama von der 45 m hohen Aussichtsterrasse – Mirador – und die beste Sicht auf Cádiz und den Océano Atlántico. Während der geführten Besichtigung erfahren wir Wissenswertes über die Geschichte und Funktion mittels Spiegel und Linsen, projiziert besagte Camera Obscura ein Live-Bild des Stadtpanoramas in Echtzeit, übrigens eine Erfindung des arabischen Astronomen Abu Ali al-Hasan aus dem 10. Jh.!
Tief beeindruckt wandeln wir danach zur Plaza de Catedral und zum schmucken Postgebäude, Oficina de Correos. Inzwischen nutzen die Kinder die Gelegenheit zum Shoppen in dieser entspannten Atmosphäre, ehe wir wieder zurückfahren und den Tag im weitläufigen Garten unserer Lieben ausklingen lassen. Fußball- und Kartenspielen mit unserem Enkel steht noch am Programm, während Rio mit dem Nachbarhund herumtollt.
Playa El Palmar – beliebter Strand für Wellenreiter, Cabo de Trafalgar mit Faro
Am Samstag des 18. Jänner fährt die gesamte Familie ins nahegelegene El Palmar und an die langgezogene Playa El Palmar. Der Strand ist ein Geheimtipp für Wellenreiter und heute bereits gut frequentiert. Während sich Tochter und Schwiegersohn bei Sonnenschein ihrem sportlichen Hobby widmen, steht bei uns das Graben von Sandburgen und Ausheben von Sandgräben am Programm. Rio erfreut sich indes an der Gesellschaft weiterer anwesender Hunde und somit genießen alle die gelungene Zeit bei wolkenlos-windigen 20°C. Am Nachmittag stärken wir uns an der Strandpromenade in einem der zahlreichen Restaurants mit Gemüsereis, Burger, Shrimps mit Ei, Desserts und erfrischenden Getränken bei Meeresblick.
Abschließend fahren wir durch ein Naturschutzgebiet reichlicher Oliven- und Orangenbäume, vorbei an Feldern und blühender Vegetation nahe dem kleinen Fischerstädtchen Barbate, welches für seine schmackhaften Thunfischgerichte bekannt ist. In Begleitung unserer Familie und zur Freude Rios spazieren wir bei Meerblick durch die Dünenlandschaft zum Leuchtturm, Faro, am Cabo de Trafalgar – dem Kap Trafalgar. Die Landzunge befindet sich im Süden der Provinz Cádiz und der Weg ist Teil des Weitwanderweges Sendéro Europeo Arco Atlántico. Die Gegend bietet zahlreiche lohnende Fotomotive, zudem genießen wir erste beeindruckende Ausblicke zum nahen afrikanischen Kontinent. Im örtlichen Café gibt es noch Kaffee, Eis und Süßes, ehe wir nach einem beeindruckenden Tag wieder in unsere Unterkünfte zurückkehren.
Tarifa – südlichste Stadt Europas, Kitesurferspot an der Meerenge von Gibraltar
Am Sonntag des 19. Jänner fährt die gesamte Familie in die Stadt Tarifa. Am südlichsten Zipfel des europäischen Festlandes gelegen, bläst hier der Wind durch die nur 14 km schmale Meerenge und bietet beste Voraussetzungen zum Kitesurfen sowie kilometerlange Dünenstrände. An der wichtigen Verkehrsroute für Schiffe starten auch die Fähren ins marokkanische Tanger. Der afrikanische Kontinent ist zum Greifen nahe und die ummauerte Altstadt mit maurischer Burg bietet zudem zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Auch bildet das Zusammentreffen des Atlantiks mit dem Mittelmeer ein einzigartiges Ökosystem mit zahlreichen Delfin- und Walarten.
Tochter und Schwiegersohn kennen die Stadt von mehreren Aufenthalten und fungieren heute als unsere Reiseführer. Wir spazieren am Meer entlang, passieren den Puerto de Tarifa und örtlichen Mercado, besichtigen die Iglesia de San Mateo. Durch enge Gassen mit fruchtbehangenen Organgenbäumchen geht es zum Casino und zum Rathaus – Ayuntamiento. Einmal mehr fallen uns die typisch weißen Häuser auf. An der Plaza San Martin gibt es in der gemütlichen Bar Playa Blanca verschiedene schmackhafte Tapas (Patatas bravas, Tosta salmon, Pimientos asados, Atun plancha und Atun adobo), sowie Saft und Bier. Bei sonnigen 18°C sitzen wir im Freien und genießen die wärmenden Strahlen im Jänner. Frisch gestärkt besichtigen wir nachmittags unter der Leitung unseres Enkels die wuchtige maurische Burg aus dem 10. Jh. – Castillo de Guzmán el Bueno. Er kennt sie bereits von einem früheren Aufenthalt und zeigt uns stolz den grandiosen Ausblick auf die Meerenge und das nur 14 km entfernte Marokko, die Stadt und das Umland, während wir entlang von Zinnen, Treppen und Türmchen wandeln, mit angeschlossenem Bueno Tower und der Kirche der Hl. Maria. Mit reichen Impressionen kehren wir abends nach Conil zurück.
Conil de la Frontera – Spieletag
Am 20. Jänner beginnt für die junge Generation zu Wochenbeginn wieder der Arbeitsalltag. Mit unserem Enkel verschlägt es uns zum nahen weitläufigen Spielplatz, ehe ein kurzer Regenschauer einsetzt. Im Restaurante Oasis an der Avenida da la Playa gibt es zwischendurch für uns Drei einen kleinen Snack sowie Einkäufe im Supermarkt. In Haus und Garten der Kinder folgt noch Spielezeit mit Enkel und Rio, sowie eine köstliche Paella als kulinarische Stärkung.
Jerez de la Frontera – Besuch des Zoo Botanico Jerez Alberto Duran
Am 21. Jänner steht ein Zoobesuch mit unserem Enkel in der 50 Fahrminuten entfernten Stadt Jerez de la Frontera am Programm. Im Centro de Conservación de la Biodiversidad erkunden wir die reichhaltige Fauna und Flora. Angenehm warm bei 19°C und eingebettet von Palmen, Kakteen, Orangenbäumen und Hibiskus machen wir im weitläufigen Areal Bekanntschaft mit verschiedensten Tieren: Affen, Zebras, Giraffen, Luchs und Wolf, Pferden, Vikunas und Emus, sowie einer vielfältigen Vogelwelt – von Papageien, Flamingos, Geiern, Adlern bis Falken ist hier alles vertreten. Besonders die niedlichen Erdmännchen haben es unserm Enkel angetan, beobachtet er begeistert ihr emsiges Treiben zwischen den Höhlen. Und so verbringen wir eine erfüllte Zeit im Zoo bei nur wenigen Besuchern, erfahren Interessantes über die mannigfaltige Tierwelt und erkunden zudem den örtlichen Spielplatz.
Nach der Heimfahrt folgt ein Burger-Essen am Strand von Conil, sowie Sandspielen und Skateboarden bereits in Anwesenheit unserer Kinder und Rio als stimmiger Tagesabrundung.
Vejer de la Frontera – eine der schönsten Städtchen Andalusiens
Am Mittwoch des 22. Jänner gibt es vormittags erneut Spielezeit mit unserem Enkel – zuerst am Spielplatz in Conil und danach beim Fußballspiel und Herumtollen mit Rio im Garten. Mittags starten Chris und ich ins nahe Vejer de la Frontera, malerisch in 200 m Höhe auf einem Hochplateau über dem Río Barbate gelegen. Mit ihren typischen weißen Häusern und Patios voller Blumen zählt es wahrlich zu den schönsten Städtchen Andalusiens und bietet mit vier Stadttoren, drei Türmen und einem Castillo am höchsten Punkt tolle Fotomotive.
Wir parken an der Plaza Cine Corredera und gelangen durch die Puerta de Sancho IV., dem Nordtor aus dem 10.-12. Jh, über enge Pflastersteingässchen zur Casa del Mayorazgo, einem schönen Barockgebäude aus dem 18. Jh. mit grün bepflanztem Innenhof. Vom kleinen Türmchen – Torre del Mayorazgo – haben wir bereits einen schönen Ausblick auf die Stadt und Umgebung. Die zentrale Plaza de Espana bildet ein weiteres Schmuckstück mit Rathaus und bunt gefliestem Brunnen. Hübsche Azulejo-Bänke und die typischen Orangenbäumchen ergänzen das stimmige Ensemble. Für das leibliche Wohl ist hier ebenso gesorgt. Im blühenden Garten des stilvollen marokkanischen Restaurnts El Jardín del Califa lassen wir uns Couscous-Gerichte und süße Desserts schmecken. Im „Garten des Kalifen“ ist die maurische Vergangenheit Andalusiens noch allgegenwärtig.
Gestärkt bummeln wir nach dem Essen vorbei an der Kirche Iglesia de la Merced und zur Plaza Angel mit der leider geschlossenen Pfarrkirche – Iglesia Parroquial Divino Salavador aus dem 14. Jh. Unser Weg führt auch ein Stück entlang der alten Stadtmauer, welche die Stadt auf einer Länge von zwei Kilometern noch immer vollständig umgibt, sowie zur Plazuela. An der Ruta Molinos de Viento de Vejer gibt es danach noch einen Stopp bei drei malerischen Windmühlen, eine tolle Aussicht in die Umgebung und letzte schöne Fotomotive.
Conil de la Frontera – Stadtspaziergang
Am 23. Jänner zieht es Chris und mich nach einem späten Frühstück ins Stadtzentrum von Conil. Eine Schlechtwetterfront verhindert leider einen Besuch der sehenswerten andalusischen Stadt Sevilla im Hinterland, und so entschließen wir uns in Meeresnähe zu bleiben, wo stetiger Wind die Regenwolken vertreibt und für trockenes Wetter sorgt. Wir starten unsere Sightseeing-Runde an der Plaza del Molino und blicken bei sonnigen 17°C auf den nahen Atlantik. An der Plaza de la Constitución besichtigen wir die Kirche Parish of Saint Catherine of Alexandria und lauschen stimmiger Orgelmusik. Danach gibt es Fotos im Mesón Ducal samt Brunnen. An der Plaza Puerta de la Villa mit dem Stadttor spazieren wir entlang, ehe wir die alte Hauptkirche Conils, Iglesia Santa Catalina am gleichnamigen Platz passieren. Erwähnenswert sind hier ebenso das Rathaus, Ayuntamiento, Palmenbewuchs, sowie der erstmals im 15. Jh erwähnte Torre de Guzmán. Leider geschlossen, bietet er dennoch schöne Fotomotive. Beim Haus des Grafen der fünf Türme aus dem 18. Jh gibt es schließlich noch in einer Bar einen Drink im Sonnenschein.
Ausflug nach Gibraltar – britisches Überseegebiet an der Südspitze Spaniens
Am Freitag des 24. Jänner haben wir uns alle ein besonderes Programm vorgenommen – die Besichtigung Gibraltars. Chris‘ Verwandte sind bereits gestern aus London kommend hier am Gibraltar International Airport gelandet und möchten ein paar Tage im britischen Überseegebiet verbringen – inklusive eines gemeinsamen Treffens vor Ort. Auch unsere Tochter ist samt ihrer Familie erneut mit von der Partie.
Nach 90-minütiger Fahrzeit parken wir außerhalb in der spanischen Grenzstadt La Linea und passieren zu Fuß die Grenze bei wolkenlosem Wetter. Die Flughafenlandebahn querend und durch die Winston Churchill Avenue gelangen wir zur zentralen Main Street mit ihren zahlreichen Shops und Restaurants. Im Café Louis gibt es ein freudiges Wiedersehen mit allen sowie Kaffee, Tee und Süßes. Groß ist die Freude bei Vicky und Mark uns alle wiederzusehen und gibt es viel zu erzählen. Danach flanieren wir weiter der Main Street entlang, vorbei an Parlament und Supreme Court zum Convent Place mit der offiziellen Residenz des Gouverneurs. Eine traditionelle Wachablöse gibt es zum Leidwesen unseres Enkels heute keine zu sehen, dafür Fish & Chips samt Getränken zur Stärkung.
Da die Cable Car wegen Wartung gesperrt ist, wählen wir einen der zahlreichen Taxibusse zur Erkundung des lohnenden Upper Rock Nature Reserve am markanten Felsen. Das Schutzgebiet umfasst ebenso eine Tropfsteinhöhle, eine Verteidigungsanlage aus dem 18. Jh. und den Apes’Den an der Spitze mit den berühmen Berberaffen. Unser Schwiegersohn kennt Gibraltar bereits von vorigen Besuchen und bleibt indes bei Rio in der City, während wir beim Trafalgar Friedhof bergwärts starten und während eines Stopps bei den Pillars of Hercules erste umwerfende Ausblicke hinab auf die Stadt, die Bucht und zum Meer genießen.
Ein weiterer Halt beim Apes‘Den lässt uns sodann Bekanntschaft mit den hiesigen Berberaffen machen. Zudem bietet der ausladende Skywalk mit Glasboden berauschende Tiefblicke und tolle Fotomotive. Bei heißen 25°C sind alle von den Impressionen begeistert, ehe wir wiederum unser Taxi besteigen und ein Stück talwärts zu einem weiteren Stopp beim Military Heritage Center fahren. Von hier aus geht es zu Fuß hinab, wir passieren die maurische Burg – Moorish Castle – und gelangen über zahlreiche Stufen zur Main Street, wo wir wieder auf unseren Schwiegersohn und Rio treffen. Es folgt ein Imbiss und die Besichtigung der St. Mary the Crowned Cathedral, danach verabschieden wir uns von Vicky und Mark nach diesem wunderbaren und gelungenen Tag, passieren die Grenze zu Spanien und fahren heimwärts zu unseren Unterkünften.
Conil de la Frontera – El Mirador, Playa del Roqueo–Fontanilla
Am Vormittag des 25. Jänner verschlägt es Chris und mich zum nahen Aussichtsplatz El Mirador, wo wir zahlreiche Paragleiter in der Luft beobachten. Hier befindet sich auch ein Hotel samt Restaurant und wird der Platz gerne zum Sonnenuntergang aufgesucht.
Am frühen Nachmittag treffen wir auf unsere Familie an der Playa del Roqueo–Fontanilla zu Sandspielen und Rio Auslauf. Leider unterbricht ein Regenguss die Idylle und so lassen wir den Tag in Haus und Garten beim Lesen, Basteln und diversen Ballspielen ausklingen.
Tarifa – Familientreffen in der südlichsten Stadt, Porta de Jerez, Patios, Castillo
Am Sonntag des 26. Jänner steht nochmals ein Familientreffen am Programm, in der uns bereits bekannten und am östlichen Ende der Costa de la Luz gelegenen Stadt Tarifa. Während Vicky und Mark mit dem Leihwagen aus Gibraltar anreisen, nützen Tochter und Schwiegersohn die guten örtlichen Windverhältnisse vormittags zum Kiten. Nach einem süßen Einkehrstopp in der Pasteleria Bernal starten Chris und ich zusammen mit den Engländern die Erkundung der Stadt und können ihnen schon uns bekannte Sehenswürdigkeiten zeigen.
Durch die Porta de Jerez geht es zur gotischen Iglesia de San Mateo aus dem 14. Jh, wo wir sakralen Klängen lauschen. Seit dem16. Jh Hauptkirche der Stadt, wurde die Fassade im 18. Jh im neoklassizistischen Stil vollendet.
An der Puerta del Retiro gibt es weitere Fotos bei der Statue. Durch enge Gässchen und an mittelalterlichen Mauern entlang, besichtigen wir zwei der zahlreichen schmucken Patios de Tarifa – grün bepflanzte Innenhöfe. Vorbei an der Markthalle gelangen wir zur bereits bekannten Bar Playa Blanca an der Plaza San Martin, wo nun auch unsere Tochter samt Familie dazukommt. Im wärmenden Sonnenschein gibt es einmal mehr köstliche Tapas-Variationen, Fisch- und Burgergerichte, sowie Limo, Wein und Bier während eines gemütlichen Beisammenseins.
Aufgrund der vorherrschenden Windverhältnisse verabschieden sich unsere Sportler danach erneut zum Kiten an der nahen Playa de Los Lances, während wir Vicky und Mark die uns bekannte Burg zeigen – Castillo de Guzmán El Bueno. Phantastisch ist wiederum der Ausblick vom wuchtigen Fort und der afrikanische Kontinent einmal mehr zum Greifen nahe. Letzte tolle Tageseindrücke und ein Drink an der Uferpromenade runden das Programm ab, ehe es für alle wieder glücklich heimwärts geht, steht doch für Vicky und Mark am Dienstag ihr Heimflug nach England am Programm.
Abschiednehmen von Conil, Weiterfahrt nach Málaga
Nach einem Spieletag mit unserem Enkel und Rio bei uns im Apartment am Montag des 27. Jänner heißt es schön langsam ans Kofferpacken denken.
Wir verbringen den Vormittag des 28. Jänner noch in Haus und Garten, während sich die Jungfamilie wiederum ihren beruflichen Pflichten widmet, ehe wir nach dem Mittagessen Richtung Málaga starten, wo wir noch zwei Nächte vor dem Heimflug verbringen werden. Wir sagen dem sehenswerten Conil ade und nehmen Abschied von unserer lieben Familie, welche noch einige Tage vor Ort bleibt, um danach die Heimreise per Auto und Fähre anzutreten.
Wir verlassen die Provinz Cádiz und fahren durch eine grüne hügelige Landschaft ein Stück durchs Landesinnere, danach der Mittelmeerküste entlang, passieren die Stadt Marbella und erreichen spätnachmittags unser charmantes Hotel Guadelupe in einer hügeligen Wohngegend im eleganten Stadtviertel El Atabal am Rand von Málaga gelegen. Schon der Ausblick von unserer Terrasse auf die Stadt, die Küste und das Meer ist umwerfend. Im Hotel befindet sich zudem das prämierte Restaurante Amador. Bereits vor Jahrzehnten hat es mich im Zuge meiner Interrail-Reisen in diese sehenswerte Stadt in der andalusischen Provinz Málaga verschlagen.
Málaga – Marina, Puerto, Alcazaba und Castillo de Gibralfaro
Am 29. Jänner fahren wir nach dem Frühstück ins Stadtzentrum Málagas und parken an der Plaza de la Marina. Sonniges Wetter begleitet uns auch heute, während wir zur Marina und dem Leuchtturm, Farola, mit Blick zum Stadtstrand und zum Puerto spazieren. Zeitgenössische Kunst bietet das Museum des trendigen Centre Pompidou an der schicken Hafenpromenade. Nachts wird der bunte Glaswürfel zudem von innen beleuchtet. Modern, sauber und mit zahlreichen Cafés und Geschäften präsentiert sich nicht nur dieses Viertel Málagas und wir sind wahrlich beeindruckt. Gute Ausblicke ergeben sich bereits zur Alcazaba und dem Castillo am gegenüberliegenden 130 m hohen Burgberg Gibralfaro.
Wir passieren den Jardin Louis Alonse mit dem schmucken Rathaus, Ayuntamiento, und steigen über zahlreiche Stufen und einen Fußweg den Hügel empor. Schon vom ersten Mirador präsentiert sich eine schöne Aussicht hinab auf Stadt und Küstenlinie. Grüne Vegetation mit blühendem Jacaranda und Hibiskus begleiten unseren Anstieg zur Festung Castillo de Gibralfaro am höchsten Punkt, mit atemberaubender Aussicht auf ganz Málaga und das Mittelmeer. Die Reste einer Burganlage beeindrucken indes mit einem System an Türmen und Zinnen und lassen uns in längst vergangene Zeiten eintauchen.
Nach einer kleinen Stärkung im örtlichen Café verlassen wir die Anlage, gehen ein Stück talwärts durch den Paseo de Juan Temboury und gelangen zu einer weiteren beeindruckenden Palast- und Festungsanlage aus dem 11. Jh. – Alcazaba. Das Wort stammt aus dem Arabischen, bedeutet Zitadelle, und gibt einen guten Einblick der prachtvollen Architektur zur Zeit der Mauren. Während des nachfolgenden Rundgangs tauchen wir ein in die alte Pracht stiller Gärten mit Wasserspielen, den Zauber schmucker Paläste und romantischer Winkel. Unser Weg führt durch diverse Puertas mit Hufeisenbögen, zu steinernen Gitterfenstern und Türmen mit Aussichtsterrassen und schönem Altstadtblick. Sehenswert sind zudem der Palacio de Nazari, Palast des Nasridenkönigs, sowie der Palacio de Naranjos mit den typischen Orangenbäumchen im Garten. Tief beeindruckt verlassen wir dieses Highlight und passieren beim Ausgang das Teatro Romano, ein römisches Theater zu Füßen der Burg.
Zur Stärkung gibt es danach verschiedene Tapas-Gerichte im Restaurante Meson Donde Carlos nahe der Markthalle, ehe wir weiter durch das Centro Historico zur Kathedrale gelangen. Die Besichtigung der Basílica de Málaga in der Calle Molina Lario bildet einen abendlichen Schwerpunkt.
Abschied nehmen von Andalusien
Am 30. Jänner verlassen wir frühmorgens mit einem Lunchpaket ausgestattet unser Hotel, welches wir wärmstens weiterempfehlen können, fahren zum Flughafen und retournieren unseren Leihwagen. Um 10 Uhr 45 heben wir vom Aeropuerto de Málaga-Costa del Sol ab und verlassen Andalusien. Adiós – auf Wiedersehen! Nach knapp dreistündigem Flug erreichen wir um 13 Uhr 30 wieder unsere Heimatstadt Wien.
Muchas gracias – ein herzliches Dankeschön unserer wunderbaren Familie für die unvergesslichen Tage, wunderschönen Impressionen und gemeinsamen Erlebnisse, und dass ihr den Impuls gegeben habt, uns diesen Teil Spaniens anzusehen!
Andalucía, vendremos otra vez – wir werden wiederkommen!