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Text & Fotos: Christian Plomer

Ein Wochenende steht vor der Tür, in Tokyo ist’s regnerisch und kalt, also hinein in den nächsten Flieger und ab auf das subtropische Okinawa – auch als das Hawaii Japans bezeichnet, 1.500 km südwestlich von Tokyo. Naha, die Hauptstadt der schmalen, nur 135 km langen Insel ist Ziel meines Wochenendausfluges. 

Der Okinawa-Archipel – auch als Ryūkyū -Inseln bekannt – besteht aus 65 subtropischen Inseln, von denen 45 bewohnt sind und liegt auf einer Korallenbank, die quer durch den Pazifik und das Ostchinesische Meer verläuft. Okinawa, die größte der Inseln des Archipels, gab der 1879 eingerichteten Präfektur ihren Namen. Durch wechselnde Herrschaft – ab dem 15. Jh. zu China gehörend, später Teil des Satsuma-Reiches – war Okinawa vielen Einflüssen ausgesetzt, die eine eigenständige, exotische Kultur hervorbrachten. Die heutigen Bewohner entstammen einem kulturellen Schmelztiegel aus Zuwanderern aus Südostasien, den Philippinen, der Mongolei, China und Korea.

Die 6 km östlich von Naha (那覇市) gelegene 500 Jahre alte Stadt Shuri (首里) war Hauptstadt, bis die Inseln 1879 zu Japan kamen und durch Naha als Inselhauptstadt abgelöst wurde. Heute sind die beiden Städte ineinander verschmolzen.

  • Monorail

Nahas Blütezeit basiert auf Seehandel mit Asien und dem Westen, die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg in der drei Monate dauernde Schlacht um Okinawa, die letzte Schlacht des Pazifikkrieges, fast vollständig zerstört und wieder neu aufgebaut.

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Text: Herta | Fotos: Christian

Meine erste Reise in den fernen Osten ins Land der aufgehenden Sonne und der Kirschblüten führt mich am 10. April direkt in die pulsierende Hauptstadt Tokio, wo Chris und ich morgens gegen 8 Uhr nach 11stündiger Flugzeit aus Wien kommend landen. Ohayō gozaimasu, Nippon! Guten Morgen, Japan! Der fernöstliche Zauber des Inselstaats im nördlichen Pazifik, eine der geologisch aktivsten Zonen der Erde, geprägt von tausendjähriger Monarchie und vielen alten Traditionen, von Tempeln, Schreinen und Kimonos heißt uns mit frühlingshaften Temperaturen willkommen.

  • Ashinoko See, Togendai-ko

Wir verlassen die 12 Mio.-Metropole jedoch sogleich über den größten Bahnhof der Welt, Shinjuku-Station. Es geht in ca. 90-minütiger Fahrzeit mit dem Odakyu Express „Romancecar“ nach Hakone, eines der bekanntesten und auch bei Japanern beliebten Ausflugsgebiete am Ashinoko-See. Da es Chris aus beruflichen Gründen wiederholt nach Japan verschlägt, lotst er uns sehr rasch durch die für mich ungewohnten Menschenmassen und an oftmals nur japanischen Informationstafeln vorbei und ich folge ihm staunend und tief beeindruckt!! Während der Fahrt kann ich bereits viele Eindrücke einer an uns vorbeiziehenden abwechslungsreichen Landschaft gewinnen und die bereits zu Ende gehende Kirschblütenpracht bewundern. In Hakone angekommen, speisen wir stilgerecht in einem japanischen Lokal und beziehen sodann unser Zimmer im wunderschönen Hotel The Prince, direkt am See inmitten des Fuji-Hakone-Izu Nationalparks gelegen. Das Gebiet, im Norden vom Vulkankegel des Fuji-san und im Süden von der Halbinsel Izu begrenzt, ist auch von Japanern als beliebtes Wochenendziel gut besucht. Leider versteckt sich der Fuji-san heute hinter Wolken. Wir unternehmen einen abendlichen Spaziergang entlang des Sees und entspannen danach bei einem Bad im hauseigenen Onsen, einer heißen Quelle.