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Eine 16tägige Reise nach Vietnam, Kambodscha und Bangkok

Text: Herta | Fotos: Christian 

Sawasdee – Willkommen in Bangkok! Die 11 Mio.-Metropole am Chao Phraya Fluss empfängt uns am 27. Februar um 10 Uhr 30 mit sonnigen 30° C und hoher Luftfeuchtigkeit. Wir checken im Prince Palace Hotel ein und beziehen unser verglastes Eckzimmer im 25. Stock mit phantastischem Ausblick über die zu Füssen liegende Stadt.

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Nachmittags erkunden wir zu zweit die nähere Umgebung, flanieren am Markt und an den Klongs (Kanälen) entlang und speisen in luftiger Höhe im 11. Stock auf der Sonnenterrasse am Hotelpool. Vom Zimmer aus bewundern wir den nächtlichen Vollmond über der beleuchteten Skyline einer pulsierenden Großstadt.

28. Februar: Zu zweit starten wir die Besichtigung Bangkoks am Grand Palace, dem ehemaligen Königspalast sowie an Bangkoks atemberaubendsten Tempelkomplex, dem Wat Phra Kaeo, ein Kunstwerk aus goldenen Chedis und mosaikverzierten Prachtbauten. Hier befindet sich auch der Standort des legendären Emerald Buddha (Smaragdbuddha), der heiligsten Buddha-Statue des Landes, 75 x 45 cm in ihren Ausmaßen und auf ein einem prunkvollen, 11 m hohen Altar platziert.

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Die zahlreichen wunderschönen Wandgemälde, Szenen aus dem Leben Buddhas sowie aus der thailändischen Version des Hindu-Epos Ramayana darstellend, faszinieren uns sehr. Auch dem südlich anschließenden Grand Palace, von Rama I. nach dem Vorbild des alten Königspalastes von Ayutthaya konstruiert, statten wir einen Besuch ab. Vom derzeit regierenden König Bhumipol, Rama IX., wird der alte Palast noch gelegentlich für königliche Zeremonien genutzt.

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Danach geht es weiter zum Wat Pho, dem ältesten Tempel Bangkoks und größten des Landes, wo wir den berühmten Liegenden Buddha – im Moment des Eintrittes ins Nirwana - mit seinen beachtlichen Ausmaßen von 45 m Länge und 15 m Höhe sowie mit Blattgold bedeckt, bewundern.

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Mit der Fähre über den Chao Phraya gelangen wir schließlich zum markanten, am anderen Flussufer gelegenen Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte, dekoriert mit den bunten Bruchstücken Tausender zerschlagener Porzellanteller, welchen wir bis zu einer Höhe von 20 m besteigen und von dort eine wunderbare Aussicht auf die Gesamtanlage, die Stadt und den Fluss genießen. Auch weht uns hier ein erfrischendes Lüftchen um die Ohren – bei nunmehr an die 35° C ein durchaus angenehmer Nebeneffekt! Ein spätes Mittagessen nehmen wir nachfolgend in einem kleinen urigen Lokal direkt am Flussufer ein und beobachten das rege Treiben am Wasser. Danach besteigen wir eines der öffentlichen Boote, welches uns wieder Richtung Hotel bringt und legen den Rest der Strecke in einem der originellen Tuc Tucs, auch Samlor genannt, einem motorisierten Dreirad (hinten mit zwei Rädern, vorne ein Rad und an den Seiten offen) zurück. Eine amüsante Angelegenheit im preiswerten Minitaxi – reges Preisverhandeln inbegriffen!

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1. März: Für heute haben wir eine Tour inklusive Guide und Fahrer gebucht, welche uns nach einstündiger Autofahrt in die südwestliche, etwa 90 km entfernte Umgebung Bangkoks führt. Zusammen mit unserem Begleiter Chanoh geht es zuallererst auf den Markt von Mae Klong, wo wir das morgendliche Treiben bestaunen und den herannahenden, täglich hier verkehrenden Zug, welcher seine Gleise direkt zwischen den einzelnen Verkaufsständen hat, erleben.

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Rasch werden vor seinem Herannahen die Stände auf Schienen zurückgerollt und danach in Windeseile wiederhergestellt. Ein überaus sehenswertes Spektakel! Wir besichtigen den alten, nostalgischen Bahnhof und lassen nachfolgend eine malerische, von Klongs durchzogene Landschaft samt Wohnhäusern und Gärten an uns vorüberziehen, während wir in einem der traditionellen „Longtail-Boote“ (zu Deutsch wörtlich: Langschwanzboote), quasi einem Wassertaxi, zum „Schwimmenden Markt“ von Damnoen Saduak gleiten. Eine farbenprächtige Angelegenheit, die Chris‘ „fotografisches Herz“ begeistert höher schlagen lässt.

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Marktfrauen mit ihren typischen Bambushüten paddeln in hölzernen Sampans (Booten) und bieten eine mannigfaltige Obst- und Gemüsepracht, aber auch kleine, frisch zubereitete Speisen feil. Wir genießen das abwechslungsreiche kulinarische Angebot, stärken uns mit tropischen Früchten, Nudelsuppentopf – natürlich traditionell mit Stäbchen gegessen – sowie leckeren Kokoskeksen, während laufend Boote samt Köstlichkeiten an uns vorbeiziehen. Fasziniert beobachten wir dieses bunte und sehenswerte Treiben, eine exotische Mischung aus Farben, Gerüchen und Geräuschen. Danach geht es wieder zurück in die City. Am Hotelpool lassen wir unseren zweiten erlebnisreichen Tag in der thailändischen Hauptstadt ausklingen.

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2. März: Mit einem öffentlichen Klong-Boot starten wir beide zuallererst Richtung Golden Mount, Pukhao Thong, einem künstlichen Berg. Weithin sichtbar ist der unter Rama III. erbaute goldene Chedi auf seiner Spitze, welchen wir über Treppen besteigen und den schönen Ausblick genießen. Dann flanieren wir weiter zu den Überresten der Stadtmauer an der Mahachai Road/ Ecke Rajdamnoen sowie zum Wat Rajanatda, welcher in gewisser Weise an einen überdimensionalen Geburtstagskuchen erinnert.

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Auch hier genießen wir den Ausblick vom 33 m hohen Gebäude mit dem markanten Eisenturm und den in Etagen angebrachten zahlreichen kleinen Eisentürmchen. Wir spazieren vorbei am Democracy Monument und gönnen uns zwischendurch eine Kaffee- und Limonaden-Pause; das schwüle heiße Wetter hat es erneut in sich und unsere Transpiration ist inzwischen in vollem Gange. Die Riesenschaukel, Giant Swing, eine leuchtend rot gestrichene, 26 m hohe Konstruktion aus zwei Pfeilern plus Querbalken wurde früher für brahmanische Rituale verwendet.

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Einen nachmittäglichen Höhepunkt bildet eine Fahrt im Longtail-Boot nur für uns beide auf dem Chao Praya Richtung elegantem Stadtteil Nonthaburi. Beeindruckend ist diesmal der Anblick der Stadt und ihrer prächtigen Bauwerke sowie modernen Wohn- und Bürotürme vom Wasser aus gesehen. Wir passieren die Phra Pinklao-Bücke und die in einem Bootsschuppen untergebrachten Königlichen Barken, welche einst für farbenprächtige Flussprozessionen verwendet wurden.

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Mit einem Tuc Tuc fahren wir danach ins Hotel zurück, wo das Abenteuer während eines erholsamen Nickerchens kurze Pause macht. Abends sitzen wir bei angenehm lauer Luft mit einem Drink auf der Hotelterrasse und erleben bei sanfter Klaviermusik den Sonnenuntergang über dem Golden Mount. Langsam bricht die Dämmerung herein und die Stadt verwandelt sich mehr und mehr in ein zauberhaftes Lichtermeer. Es ist einer jener Momente, in denen man sich wünscht, sie mögen nie enden. Und doch genießen wir unsere letzten Urlaubsstunden in vollen Zügen. Für den Abend haben wir uns noch ein abschließendes Highlight vorgenommen – einen Besuch in Chinatown, jener pulsierende Stadtteil, wo das Leben wohl nie zur Ruhe kommt. Wir begeben uns mitten ins quicklebendige Geschehen. Menschen aller Hautfarben tummeln sich durch abenteuerlich-chaotischen Verkehr, überall leuchtet bunte Straßenreklame, in den Geschäften herrscht reges Leben, chinesische Musik erklingt, der Duft zahlreicher Garküchen liegt in der Luft. Es ist ein wahres Fest für alle Sinne!

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Ich bestelle Goldbrasse samt Reis und Chris wagt sich über eine Portion Shrimps, frisch auf der Straße über offenem Feuer zubereitet sowie prompt und freundlich serviert. Wir sitzen zwar alle auf wackeligen bunten Plastiksesseln, das Essen schmeckt jedoch vorzüglich – ein Gedicht! Es herrscht das pralle Leben, geschäftiges Treiben, Konsum und Lebensfreude, als ob es kein Morgen gäbe. Und wir - wir beide lassen uns treiben und genießen nur den Augenblick. Ein letztes Mal besteigen wir anschließend eines der originellen Tuc Tucs und kehren zum Hotel zurück. Kofferpacken und Abschiednehmen ist nun angesagt, eine wahrlich gelungene Reise neigt sich dem Ende zu. Vor Mitternacht brechen wir zum Flughafen Suvarnabhumi auf, von wo aus am 3. März um 3 Uhr 50 unsere Maschine der Eva Air nach Wien startet. Sawatdi khaa- auf Wiedersehen - Bangkok! Ein letztes Mal noch blicken wir auf die beleuchtete Stadt – aufregend, lebendig und sehenswert - ehe wir in den nächtlichen Himmel aufsteigen und das Land verlassen. Kurz nach 9 Uhr MEZ landen wir wieder im heimatlichen Wien.

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Der fernöstliche Zauber Südostasiens hat uns zutiefst fasziniert.
Wir hatten eine wunderbare Zeit mit berührenden menschlichen Begegnungen. Einmal mehr ist uns bewusst geworden, welch großartige Schätze und Sehenswürdigkeiten unsere Erde doch zu bieten hat.
„Alles in der Welt ist nur für den da, der die Augen hat, es zu sehen.“
 (E. Spanger)

 

Weiterlesen > Ins ferne Indochina - Teil 1 Vietnam | Ins ferne Indochina - Teil 2 Kambodscha