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Text: Herta | Fotos: Christian

Nunmehr haben wir sie alle gesehen - die Sieben Neuen Weltwunder, jene überragenden Bauwerke und phantastischen Meisterleistungen, welche im Jahr 2007 per weltweiter Abstimmung dazu ernannt wurden.

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  • Taj Mahal

Mein persönlicher Favorit in der Riege ist das Taj Mahal im indischen Agra. Überwältigend war bereits der erste Anblick vom nahen Oberoi Amarvilas Hotel an unserem 25. Hochzeitstag. Als eines der weltweit schönsten Bauwerke, Unesco Weltkulturerbe, ließ Mogulherrscher Shan Jahan das Taj Mahal 1631 zum Andenken an seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal, welche 39jährig nach der Geburt ihres 14. Kindes gestorben war, komplett aus weißem Marmor und kostbaren Edelsteinen erbauen – ein Mausoleum beispielloser Schönheit.

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„Eine Träne auf dem Angesicht der Ewigkeit“, so beschrieb Indiens berühmtester Dichter Rabindranath Tagore einst das Taj Mahal. Das 58 m hohe und 56 m breite Gebäude im Bundesstaat Uttar Pradesh besticht noch heute durch zeitlose Eleganz und ist ein Symbol der Liebe.


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Nicht minder beeindruckend war für Chris und mich die alte Inka-Stadt Machu Picchu in Peru, ein Jungmädchentraum, der mich schon zu Schulzeiten faszinierte. Die „verlorene Stadt der Inka“ - spektakulär in die Andenkulisse eingefasst, hoch über dem Tal des Urubamba-Flusses, gegen 1420 erbaut, erst 1911 vom Forscher Hiram Bingham wiederentdeckt. Noch immer von Geheimnissen umweht, wurde die geheimnisvolle Stadt im Nebelwald mit dem Namen „Vilcabamba“ von den spanischen Eroberern nie entdeckt und man weiß bis heute nicht, warum sie verlassen wurde. Auch ihr Anblick stimmte uns während unserer Peru-Reise sprachlos und glücklich.

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Petra – die über 2.000 Jahre alte Felsenstadt der Nabatäer – haben wir während einer Jordanien-Rundreise kennengelernt. Ich erinnere mich noch an den Gang durch die enge Felsklamm, den Siq, und als das erhabene, als Grabmal errichtete 43 m hohe Schatzhaus, Al-Khazne, in den ersten Sonnenstrahlen leuchtend plötzlich vor mir auftauchte. Ein großer emotionaler Moment, welcher mich mit Dankbarkeit erfüllte. Ebenso der Anblick zahlreicher der insgesamt 800 Monumente, direkt in den rosaroten Fels gemeißelt, Theater, Königsgräber, Säulenstraße bis hin zum 40 m hohen Kloster Ad-Deir, dem zweitschönsten Bauwerk. „Petra, die rosarote Stadt, so alt wie die Zeit selbst“ (J. Burgon) - prachtvoll und ebenso ein Unesco Weltkulturerbe.

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Die weltberühmte Chinesische Mauer zählte zu den letzteren der uns noch unbekannten Monumente, hat uns jedoch nicht minder stark beeindruckt. 

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Ein gewaltiges Bauwerk und ebenso gewaltig und großartig war unser Gefühl auf ihren Stufen zu wandeln und erhebende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft zu genießen. Mit dem Bau der Mauer als Grenzbefestigung wurde vor über 2.000 Jahren begonnen, sie wurde stetig erweitert und umfasst in ihrer heutigen Form über 6.000 km. Gleich einem Lindwurm windet sich der bis zu acht Meter hohe Wall über Bergrücken, Pässe und Gipfel. Ein Bollwerk, welches vielen Angriffen standhielt und das eindeutig längste Bauwerk auf Erden!


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Das Kolosseum – Amphitheatrum Flavium - in Rom durfte ich bereits im zarten Alter von 20 Jahren im Zuge einer Italienreise kennenlernen. Viele Jahre später habe ich es dann nochmals zusammen mit Chris besichtigt. Es ist das Einzige der Sieben Neuen Weltwunder am europäischen Kontinent, jedoch ebenso phantastisch und geschichtsträchtig. Noch heute taucht man tief in die Zeit des alten römischen Imperiums ein, wenn man es betritt. Das Kolosseum ist der größte geschlossene Bau der römischen Antike und gleichzeitig das größte je gebaute Amphitheater der Welt. Errichtet in der Zeit von 72- 80 n. Chr., diente es als Austragungsort meist grausamer Veranstaltungen, von Mitgliedern des Kaiserhauses zur Unterhaltung der freien Bewohner Roms ausgerichtet. Das Kolosseum ist auch ein Zeugnis für die hochstehende Baukunst der Römer in der Antike.


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Ebenso zu erwähnen ist natürlich die Christusstatue – Christo Redentor – im brasilianischen Rio, das zweite der Sieben Neuen Weltwunder auf dem südamerikanischen Kontinent. Unvergesslich war unser Blick auf die imposante, 38 m hohe Betonstatue auf der Spitze des Corcovado, und hinab auf die Traumstadt Rio de Janeiro.

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Ihn zu genießen zählte zweifelsohne zu den Höhepunkten unserer Brasilien-Rundreise. Sinnbild in einem sehr gläubigen Land, wacht die Statue über die Bewohner einer pulsierenden und quirligen Stadt voller Temperament und Lebensfreude.


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Und letztlich haben wir am Ende unserer Mexiko-Reise die Tempel von Chichén Itzá erkundet, der bedeutendsten, 400 n. Chr. gegründeten Maya-Stätte und berühmtesten Pyramidenanlage Yucatáns. Über 800 Jahre lang erfreute sich Chichén Itzá einer wirtschaftlichen und kulturellen Blüte und die Maya verfügten bereits damals über phänomenale Astronomie- und Architekturkenntnisse, anschaulich dokumentiert beim Bau der imposanten Kukulcán-Pyramide.

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Für uns ein Höhepunkt auf einer beeindruckenden Reise, der uns einmal mehr die Augen geöffnet hat für die faszinierenden Schönheiten und Kostbarkeiten auf unserer Erde, für kulturelle Schätze und immenses menschliches Wissen. 

Überwältigt und glücklich standen wir jeweils vor diesen sieben Bauwerken und Kulturgütern - Zeugnisse jahrtausendealter Geschichte, großartige architektonische Meisterleistungen und von unschätzbarem Wert. Die Erinnerung daran erfüllt uns nach wie vor mit einem Gefühl der Freude und Dankbarkeit. 

Noch heute faszinierend und geheimnisumweht, haben die Sieben Neuen Weltwunder Jahrtausende lang Wind, Wetter und Naturkatastrophen getrotzt und wurden in liebevoller Arbeit restauriert und vor dem Verfall bewahrt. Mögen sie der Welt noch lange erhalten bleiben und nie von Menschenhand zerstört werden!