Unsere Rundreise durch die Emirate Dubai, Sharjah, Umn Al-Qaiwain, Fujairah und Abu Dhabi lässt uns diesmal tief in den Zauber des Orients und ländliche Traditionen eintauchen.
Mit prunkvollen Gebäuden und Moscheen, alten Stadtpalästen, Festungen und Märkten, beeindruckenden Museen, Bergmassiven, Oasendörfern, Wüsten und ausgedehnten Sandstränden präsentiert sich dem Besucher eine Mischung aus Stadt, Kultur und Natur bei angenehmen Temperaturen, Sicherheit und Sauberkeit. Staatsreligion in den VAE ist der Islam und Arabisch die Amtssprache, Englisch jedoch auch weit verbreitet.
Dubai-Stadt, Miracle Garden, The Palm Jumeirah, Ibn Battuta Mall
Wir starten unsere Reise am Montag des 12. Jänner abends um 22 Uhr 35 zusammen mit unseren Freunden Barbara und Hans in einer Boeing 777-300 der Fluglinie Emirates mit Kurs auf Dubai, wo wir am 13. Jänner um 6 Uhr 40 Ortszeit bei milden 23°C am Dubai International Airport landen. Am Flughafen übernehmen wir unseren Leihwagen Mazda CX-5 und starten in erster Etappe zum Sightseeing, da es für das Einchecken im Hotel noch zu früh ist.
Im Dubai Miracle Garden, einer von Gartenarchitekten entworfenen Landschaft am Stadtrand, bewundern wir bei 26°C traumhaft arrangierte Gestecke, und tauchen in ein Meer aus Millionen bunter Blumen ein, welche tolle Fotomotive abgeben.
Nach einer kurzen Kaffeepause fahren wir zur in der Form einer Palme künstlich angelegten Insel The Palm Jumeirah. Sie beherbergt sündhaft teure Villen und Hotels, sowie eine imposante Marina mit 600 Liegeplätzen. Von hier erstreckt sich unser Ausblick zur Skyline von Dubai sowie dem gegenüberliegenden, auf einer künstlichen Insel erbauten Nobelhotel Burj Al Arab – in der Form eines Dhau-Segels. Das 1999 eröffnete Nobelhotel der Superlative aus Beton und Glas gilt als das architektonische Wahrzeichen des Emirats.
Abschließend flanieren wir durch die Ibn Battuta Mall, einem Einkaufszentrum für landestypisches Kunsthandwerk, und wandeln auf den Spuren eines großen Seefahrers aus dem 14. Jh. Am Abend checken wir im Hotel Stella di Mare an der Marina ein, wo ein langer Tag zu Ende geht.
Salam Aleikum! Willkommen in Dubai! – dem zweitgrößten Emirat der VAE, Handels- und Wirtschaftszentrum des Nahen Ostens, Touristenmagnet, spektakulär, extravagant und multikulturell. Hier leben und arbeiten Menschen aus mehr als 120 Nationen.
Emirate Sharjah und Umn Al-Qaiwain
Während ich am 14. Jänner pausiere, fährt Chris mit unseren Freunden zur Erkundung des im Nordosten des Landes gelegenen Emirats Sharjah. Es gilt als das kulturelle und traditionelle Zentrum der VAE, gibt sich ruhiger und konservativer als die anderen Emirate.
Sharjah-Stadt kann zudem mit der schönsten Altstadt der VAE, sowie einem autofreien Zentrum punkten. So umfasst die Besichtigungsrunde einen Besuch der gewaltigen, abends beleuchteten Al-Noor Moschee sowie das historische Al-Hisn Sharjah Fort mit Ausstellungen zur Geschichte des Emirats. Die Märkte Souk Al-Arsah in der historischen Altstadt, sowie der traditionelle Blue Souk mit umfangreichem Sortiment stehen ebenso am Programm, wie das Flanieren durch enge Gässchen, entlang der Lagune und durch die palmenbewachsene Al-Nakheel Oasis. Einen kulturellen Abschluss bildet zuletzt die Al-Zahra Moschee.
Danach geht es zu einer kurzen Besichtigung in das kleinere, an einer Bucht gelegene Emirat Umn Al-Qaiwain. Es besitzt keine Erdölquellen und man lebt hauptsächlich von Landwirtschaft, Fischfang und Handel. In der gleichnamigen Hauptstadt ist das ehemalige, nunmehr restaurierte Umn Al-Qaiwain Fort aus 1770 von Bedeutung. Von hohen Lehmmauern umgeben und überragt von Rundtürmen, beherbergt es ein Museum historischer Schätze. Leider präsentiert sich die restliche Altstadt in einem unansehnlichen Zustand, inklusive der Straßen. Zur Stärkung gibt es vor der Rückfahrt nach Dubai ein libanesisch-türkisches Essen.
Emirat Fujairah – Sheikh Zayed Mosque in der Hauptstadt
Ein Arztbesuch steht für mich am 15. Jänner vormittags am Programm, da mir leider ein Infekt zu schaffen macht. Glücklicherweise ist die medizinische Versorgung im Land bestens, und mit allen nötigen Medikamenten ausgestattet, checken wir im Hotel aus und machen uns auf den Weg ins Emirat Fujairah. Es liegt an der Ostküste am Golf von Oman und verfügt als einziges der Emirate über einen Zugang zum Indischen Ozean, inklusive zweier wichtiger Häfen. Ölfunde gibt es hier nicht, dafür ausgedehnte Dattelpalmen-Haine und eine ertragreiche Landwirtschaft dank eines Stausees, sowie weitläufige Sandstrände.
Nach einer interessanten Fahrt durch das Landesinnere und das Hajar-Gebirge checken wir nachmittags im Royal M Hotel in Fujairah-Stadt für die nächsten drei Nächte ein und nehmen ein spätes Mittagessen zu uns. Im schmucken Hotel ist diesmal All Inclusive Verpflegung vorgesehen und lockt ein Dachpool im 19. Stockwerk.
Einen sehr stimmungsvollen abendlichen Schwerpunkt bildet eine kostenlose Privatführung exklusiv für uns Vier (nach vorheriger Online-Reservierung) in der Sheikh Zayed Mosque. 2005 mit dem Bau begonnen und 2015 eröffnet, gilt die Zentralmoschee als Zweitgrößte der VAE. Aus hellem Granit und leuchtendem Marmor nach dem Vorbild der Blauen Moschee in Istanbul erbaut, bietet sie Platz für 12.000 Menschen. Das architektonische Meisterwerk wurde nach dem Gründervater der Emirate – Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan benannt und wird nachts wunderbar beleuchtet.
So führt uns unser Guide Saif, traditionell in eine weiße Kandura gekleidet, sichtlich stolz durch den imposanten Bau und erklärt interessante Details der höchst sehenswerten Moschee. Den Sitten des Landes angepasst, haben wir alle unsere Schuhe abgelegt, tragen lange Hosen und bedecken als Frauen unsere Arme, sowie den Kopf mit einem Tuch. Generell kleidet man sich im Land als Tourist in den Städten westlich, jedoch nicht zu freizügig, in Moscheen und Kulturräumen hingegen konservativ. Auffallend ist bereits hier der gastfreundliche Umgang der Bevölkerung mit uns als Besuchern.
Altstadt mit Fort, Palmenhain, Heritage Village
Am 16. Jänner widmen wir uns nach dem Frühstück zuallererst der Besichtigung des imposanten Fujairah Forts aus dem Jahr 1670. Es bietet schöne Fotomotive über die Stadt und zum Hajar-Gebirge.
Wir sind die einzigen Touristen, als wir die alte – geschlossene – Moschee und einen Palmenhain passieren. Danach besichtigen wir bei heiterem Wetter die nahe gelegene Heritage Village mit alten Hütten und Fischerbooten, Brunnen und Werkzeugen, welche gut das hiesige Leben vor wenigen Jahrzehnten veranschaulichen.
Mit dem Leihwagen geht es zur Corniche Road, wo wir entlang des öffentlichen Strandes – Umbrella Beach – flanieren und die milde Luft bei 25°C am Indischen Ozean genießen. Im La Plage Café gibt es Kaffee und Säfte bei Meerblick, während in der Heimat Winterstürme und Straßenglätte zu schaffen machen. Im Hotel werden wir danach mit einem köstlichen und reichhaltigen Büffet verwöhnt, danach ziehe ich mich zum Ausruhen zurück.
Chris startet indes mit den Freunden in die südliche Stadt Khor Kalba, welche über eine schmucke Universität verfügt. Im nahen Naturschutzgebiet an einer Lagune besichtigen sie im Land seltene Mangrovenwälder, welche wieder aufgeforstet werden, und Flamingos, Kormoranen sowie seltenen Vogel- und Fischarten Platz bieten, und zahlreiche schöne Fotomotive abgeben.
Am Samstag des 17. Jänner gönnen wir uns einen Ruhetag im Hotel samt kulinarischer Vielfalt beim Mittagessen, während Barbara und Hans mit dem Leihwagen nordwärts durch das Hajar-Gebirge bis Dibba fahren, einen Fischerort an der nördlichen Grenze zur omanischen Provinz Musandam. An der Küste geht es abends zurück über Khorfakkan, einen belebten Hafen mit weitläufiger Corniche.
Hatta – Exclave des Emirats Dubai, Hill Park, Heritage Village, Hatta Dam
Nach dem Frühstück checken wir am Sonntag des 18. Jänner im Hotel aus und fahren durch die Berglandschaft des Hajar-Gebirges nach Hatta, eine traditionelle Sommerresidenz der Einheimischen in 365 m Höhe an der Grenze zum Oman gelegen. Mit rund 15.000 Bewohnern und gepflegten Villen, bietet die Stadt einige Sehenswürdigkeiten.
Einen ersten Fotostopp machen wir am Leem Lake, sowie einem alten Wachturm. Danach flanieren wir über Spazierwege im grün bepflanzten Hatta Hill Park und genießen schöne Ausblicke zu den Palmenhainen, auf die Stadt und das umgebende Gebirge. Gesundheitlich fühle ich mich wieder besser und die angenehme Wärme tut mir sehr gut. Die hübsch gestaltete Heritage Village mit Gebäuden, altem Fort und Bewässerungssystem vermittelt uns einen guten Eindruck in den historischen Alltag.
Nach der Besichtigung fahren wir bergwärts zur 220 m langen Talsperre Hatta samt eindrucksvollem Stausee – Hatta Dam. Viele Einheimische sind heute mit Booten auf dem See unterwegs, während wir bei angenehmen 24°C über die Staumauer spazieren und von der umliegenden Landschaft beeindruckt sind.
Das Mosaik am Hatta Dam, bekannt als „Zayed and Rashid Mural“ gibt indes ein weiteres grandioses Fotomotiv ab. Es zeigt die Gründerväter der VAE, Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan und Sheikh Rashid bin Saeed Al Maktoum. Im Jahr 2024 wurde es als weltweit größte Mosaikkunstinstallation auf der Staumauer eingeweiht, um deren Führungsrolle zu ehren.
Im örtlichen Wadi Hatta Restaurant gibt es Huhn, Reis und Currys für uns, danach verlassen wir die interessante Stadt. In zweistündiger Fahrt vom Gebirge ins Flachland verlaufend, geht es weiter nach Al-Ain im Emirat Abu Dhabi gelegen. Im Ayla Bawadi Hotel nahe der Mall und des Zentralmarktes checken wir für die nächsten zwei Nächte ein.
Al-Ain: Oasenstadt am Fuße des Jebel Hafeet, National Museum, Kamelmarkt
Am Montag des 19. Jänner widmen wir uns nach dem Frühstück der Erkundung der Stadt – das kulturgeschichtliche Herz des Emirats Abu Dhabi und Geburtsort von Sheikh Zayed. Al-Ain bedeutet wörtlich die Quelle und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Des Weiteren gehört sie zu den am längten dauerhaft bewohnten Siedlungen der Menschheit.
Während eines Spazierganges durch die Al-Ain Oasis flanieren wir auf einem Netz geschwungener Pfade entlang gepflegter Palmengärten und Gemüsefelder, umgeben von niedrigen Mauern und bewässert durch antike Falaj-Kanäle. Vorbei an einer geschlossenen Moschee und dem Sultan Fort, tauchen wir ein in die üppige Vegetation und den beschaulichen Zauber der Oase.
Das nebenan gelegene Al-Ain National Museum beherbergt Schätze und Fundstücke aus der Bronzezeit bis hin zur islamischen Gegenwart – übrigens das erste Museum der Vereinigten Arabischen Emirate. Nach unserem Essen in einem indischen Restaurant gibt es noch Fotos beim Clock Tower an der Al-Ain Street, einem modernen Wahrzeichen der Stadt. Der ursprüngliche Uhrturm wurde 2002 durch eine Schräguhr an einem Kreisverkehr ersetzt.
Nette tierische Begegnungen und Fotomotive bietet der nachfolgende Besuch am Kamelmarkt – Camel Market. Am letzten großen Kamelmarkt der VAE werden Zucht-, Milch- und Schlachtkamele verkauft.
Der abendliche Blick samt Sonnenuntergang von der Aussichtsterrasse des 1.348 m hohen Jebel Hafeet am südlichen Stadtrand und direkt an der Grenze zum Oman bildet einen abschließenden Tagesschwerpunkt.
Abu Dhabi – Sheikh Zayed Grand Mosque, Etihad Towers, Founders Memorial
Am 20. Jänner verlassen wir Al-Ain, wo es uns gut gefallen hat, und fahren über eine dreispurige Autobahn durch flache Landschaft Richtung der 160 km entfernten Stadt Abu Dhabi. Das gleichnamige Emirat ist flächenmäßig das Größte und mit 90% der Erdöl- und Erdgasreserven das Reichste, und bedeckt vier Fünftel des Staatsgebietes – mit der Hauptstadt Abu Dhabi. Diese bietet eine schöne Mischung aus Kultur, Luxus und Natur.
Einen ersten Halt legen wir am östlichen Stadtrand bei der Sheikh Zayed Grand Mosque ein, der größten und schönsten Moschee der Emirate. Sie ist dem 2004 verstorbenen ersten Präsidenten Sheikh Zayed gewidmet. Wahrlich beeindruckend präsentiert sich der prachtvolle Bau aus weißem Marmor mit 1.092 Säulen, 15 m hohem Kronleuchter und 5.000 m² großem handgeknüpftem Teppich in der Gebetshalle, und wird neben Touristen von vielen Einheimischen besucht. Nach vorheriger Online-Registrierung und Sicherheitscheck besichtigen wir, wiederum dezent gekleidet, Moschee, Innenhof und weitläufigen Garten – ein besonderes Highlight der Stadt.
Bei angenehmen 25°C stärken wir uns vor Ort im Le Noir Café mit Ramen Bowl, Club-Sandwich und Früchten. Danach fahren wir zum City Seasons Al Hamra Hotel und checken für die nächsten drei Nächte ein.
Eine weitere, besondere Sehenswürdigkeit steht am Nachmittag auf unserem Programm: die im postmodernen Stil erbauten Etihad Towers – architektonische Ikonen an der Corniche Street. Im Turm 2 genießen wir vom Observation Deck at 300 im 74. Stock eine fulminante Aussicht bei 360° Rundblick auf die Stadt und die Küste.
Im Café stoßen wir mit alkoholfreien Mocktails an und lassen uns Lachs-Sandwiches schmecken. Auch den Sonnenuntergang gegen 18 Uhr können wir miterleben, sowie die abendlich beleuchtete Skyline der Stadt. Abschließend geht es zum nahen beleuchteten Founders Memorial, einem 30 m hohen Kunstwerk mit 3D-Portrait zu Ehren des Gründervaters Sheikh Zayed.
Louvre Museum, Saadiyat Beach, Corniche
Der Louvre Abu Dhabi bildet am 21. Jänner einen kulturellen Schwerpunkt. Vom Pariser Stararchitekten Jean Nouvel entworfen, besticht der hypermoderne und lichtdurchflutete Bau durch eine offene, silberfarbene Kuppel über den verschiedenen Galerien in Einzelgebäuden und von Wasserbecken durchzogen. Auch erinnert die quaderförmige Anordnung an eine arabische Medina. So bewundern wir während unseres Rundganges Gemälde und Exponate unterschiedlichster Kulturkreise aus verschiedensten Epochen – im Herz des Museums. Sogar in den Genuss der soeben eröffneten und bis März dauernden Picasso Sonderausstellung kommen wir.
Des Weiteren besticht ein achteckiger Brunnen aus Damaskus vom 18./19. Jh, sowie der Ausblick vom Dach in diesem fulminanten Bau.
Die nachfolgende Autofahrt führt uns zu den weißen Stränden auf Saadiyat Island und vorbei am neun Kilometer langen, nunmehr unter Naturschutz stehenden Saadiyat Beach, einem Eiablageplatz für Karettschildkröten.
Abschließend flanieren wir über die Corniche, eine 7 km lange Promenade am Wasser, gesäumt von Parkanlagen, Blumen, Dattelpalmen und Cafés. Ein schmackhaftes Essen nehmen wir im Restaurant Bovini zu uns. Linsen- und Pilzsuppe, Pizzabrot, Humus und Haloumi, Guacamole sowie Café und ein Dessert auf Kosten des Hauses munden bei sehr freundlicher Bedienung, und wir tauchen einmal mehr in den Zauber des Orients ein.
Heritage Village, Präsidentenpalast, Dattelmarkt
Die Besichtigung der direkt am türkisfarbenen Meer gelegenen Heritage Village – Nachbildung eines traditionellen Wüstendorfes – lässt uns am 22. Jänner eine interessante Zeit verbringen.
Traditionelle Handwerkstätten und historische Souks mit Palmblatthütten geben einen guten Überblick, ebenso eine Ausstellung mit Krügen, Schmuck, Beduinenkleidung und Waffen, sowie Bildern der Perlentaucher. Bei windigen 19°C gibt es lohnende Strandfotos bei den typischen Holzbooten – Dhows – mit Blick zur gegenüberliegenden Skyline der Stadt (Alt neben Neu.) Auch zu den Kamelen und Pferden schauen wir, und besichtigen eine Teppichweberei, während uns orientalische Klänge begleiten und wir Kinder in ihren traditionellen Gewändern bewundern.
Die nachfolgende Besichtigung des Qasr Al Watan, Präsidentenpalast aus weißem Granit und Kalkstein mit zentraler Kuppel, großer Halle, Konferenzsaal und beeindruckender Bibliothek mit 50.000 Büchern, führt uns einmal mehr in eine Welt voll Prunk und Glanz. Im Jahr 2015 im arabischen Stil erbaut und von einem riesigen Park umgeben, wurde der „Palast der Nation“ 2019 für Besucher zugänglich gemacht, und dient als Veranstaltungsort für Kabinettsitzungen und Staatsbesuche, jedoch nicht als Wohnort. Und so beeindruckt das kulturelle Wahrzeichen der Stadt mit erlesener Gestaltung durch aufwendige Mosaike und Goldelemente, sowie einem Kronleuchter mit 350.000 Kristallteilen.
Am Dattelmarkt verkosten wir zuletzt verschiedene Sorten und erstehen köstliche dieser kulinarischen Souvenirs, ehe es vorbei am Blumenmarkt und dem Bootshafen – Dhow Harbour – zurück zum Hotel geht.
Rückfahrt nach Dubai: unterwegs Hindutempel, Dubai Mall, Fountain Show
Nach wunderbaren Impressionen in Abu Dhabi, wo es uns sehr gut gefallen hat, verlassen wir die Stadt am 23. Jänner und fahren Richtung Dubai. Unterwegs gibt es einen interessanten Stopp beim Hindutempel – Baps Hindu Mandir -, welchen wir wiederum nach Online-Anmeldung und Sicherheitscheck bei freiem Eintritt und angenehmen 25°C besichtigen. Vor den Toren Abu Dhabis gelegen, besticht er durch weißen italienischen Marmor und indischen roten Sandstein, verzierten Säulen und Wänden, und gilt als der Erste im Mittleren Osten.
Nach unserer Ankunft in Dubai-Stadt checken wir im Millenium Place Dubai Marina Hotel ein und retournieren unserem Leihwagen am Flughafen. Da die Metro in Dubai zu den modernsten der Welt zählt, wird er nun nicht mehr benötigt. Mit der Metro Red Line starten wir über einige Stationen entlang der Sheikh Zayed Road zum Sightseeing im Museum of the Future. Das 2022 eröffnete, spacige Museum der Zukunft bietet auf 30.000 m² eine Zeitreise in die Zukunft. Architektonisch in der Form eines asymmetrischen Ringes mit einer Fassade aus Stahl und Glas entworfen, ist es einem Auge nachempfunden, durch welches der Besucher symbolisch in die Zukunft sieht.
Im Freien blicken wir zu den zwei Emirates Towers, danach besteigen wir wiederum die Metro, mit welcher man sehr gut und zeitsparend die Stadt erkunden kann. Von vielen Einheimischen und Touristen benutzt, trifft man hier auf Menschen aller Hautfarben, traditionell bis westlich gekleidet. Essen, Trinken, Rauchen und Kaugummikauen ist hier verboten (und wird auch geahndet), was sich sehr positiv auf die Sauberkeit auswirkt.
Bei der Dubai Mall machen wir einen Halt und tauchen einmal mehr in eine Welt des Prunks ein. Dubais größter Einkaufskomplex umfasst auf 200.000 m² über 1.200 Geschäfte und Boutiquen, punktet mit Galerien und Passagen, reichlicher Marmorausstattung, Kunstobjekten und Wasserspielen. Neben dem Gold Souk sind hier sämtliche Luxusmarken vertreten und es herrscht lautes Treiben, an welches man sich erst gewöhnen muss. Im örtlichen Food Court lassen wir uns im chinesischen Restaurant Chin Chin Huhn, Dim Sum und Reis schmecken und das Abenteuer ein wenig Pause machen.
Von einer Terrasse bietet sich uns nachfolgend ein toller Ausblick auf den imposanten, 828 m hohen Burj Khalifa, weltweit höchstes Gebäude, sowie auf den 12 ha großen Dubai Lake, einen künstlich angelegten See mit Booten und zahlreichen Springbrunnen. Einen eindrucksvollen Abschluss bildet die hier allabendliche Show – Dubai Fountain. Von 6.600 Lichtern und 50 farbigen Projektoren beleuchtet, schießen Wasserfontänen bis zu 150 m in die Luft, begleitet von klassischer bis zeitgenössischer arabischer Musik – ein fulminantes Schauspiel, sowohl in der Dämmerung als auch bei nächtlicher Beleuchtung.
Altstadtviertel, Dubai Creek, abendliche Dhow Dinner Cruise
Am Samstag des 24. Jänner steht Dubais historisches Handelszentrum auf unserem Programm. Auf den Straßen herrscht erneut viel Verkehr inklusive Staus, und mit reger Bautätigkeit und geschäftigem Treiben rund um die Uhr präsentiert sich die Stadt einmal mehr sehr laut.
Mit den Metrolinien Rot und Grün fahren wir unter dem Creek bis zur Station Al Ras. Zu Fuß besichtigen wir bei sonnigen 23°C das belebte Altstadtviertel, flanieren durch den Grand Souq Deira mit umfangreichem Sortiment an Gewürzen, Gewändern und Souvenirs am Ufer des Dubai Creek. Der Gold- und Gewürz Souk lässt uns gut in das ursprüngliche Dubai und die Welt der Händler, sowie die betörenden Düfte und Gewürze des Orients eintauchen.
Mit einem traditionell-offenen Holzboot, einer Abra, setzen wir über den Dubai Creek über (Preis ist im Metro-Ticket inbegriffen) und gelangen ins alte Herz der Stadt, mit gegen 1890 erbauten Lehm- und Korallenkalkhäusern – Bastakiya (offiziell: Al Fahidi Historical Neighbourhood). Wir flanieren durch den Heritage Souk und passieren die kleine weiße Moschee Al Farooq und das leider in Renovierung befindliche Al Fahidi Fort – Dubais ältestes Bauwerk.
In „Klein-Indien“ geht es durch die Hindi Lane, das indische Zentrum mit Tempeln, engen Gässchen und vielen kleinen Geschäften. Ein delikates Essen nehmen wir nachfolgend am Ufer des Creek-Flusses im Golden Fish Restaurant mit Ausblick auf die vorbeifahrenden Abras ein, und lassen uns köstliche, gegrillte Fischgerichte schmecken.
Bei der Station Al Ghubaiba startend, fahren wir mit der Metro Green Line und weiter mit der Red Line zum Hotel zurück, während es auf der mehrspurigen Stadtautobahn bereits dichten Stau gibt.
Im Zimmer gönnen wir uns eine Pause, ehe es abends zur Dhow Dinner Cruise auf einem der traditionellen, märchenhaft beleuchteten Boote geht. Während der Fahrt von der Dubai Marina über den Creek bis zu The Palm Jumeirah lassen wir das nächtlich beleuchtete Dubai an uns vorbeiziehen; ein imposantes Lichtermeer, die beleuchtete Skyline hochmoderner Wohntürme sowie Luxusjachten, vorbei am weltgrößten Riesenrad, sowie der künstlichen Palmen-Insel.
Dubai – die Stadt der Superlative. Während wir die köstlichen Speisen des reichhaltigen Buffets unter Musikbegleitung genießen, bieten sich zahlreiche Fotomotive bei fröhlicher Stimmung an Bord und einem internationalen Publikum – eines der Highlights unserer Reise.
Wüstenausflug mit Offroadfahrt durch die Dünen und abendlichem Dinner
Da es gestern spät wurde, steht für Chris und mich am Sonntag des 25. Jänner Ausschlafen, ein spätes Frühstück und Relaxen am Pool auf dem Programm. Barbara und Hans nützen indes die frühmorgendliche Zeit für eine Besichtigung des Burj Kalifa samt Ausblick von der 132. Etage. Wir heben uns die Besichtigung für ein andermal auf, im Zuge einer künftigen Reise mit Zwischenstopp in Dubai.
Ein abschließender Ausflug in die Wüste steht danach am Programm, zu welchem wir mittags von unserem Fahrer Abud in einem Geländewagen abgeholt werden. In 90-minütiger Fahrt geht es nordwärts zuerst auf der Autobahn, danach über die E6 Road, durch Stein- und zuletzt Sandwüste ins Emirat Umn Al-Qaiwain. Im Beduinenlager – Camp Bassato – werden uns vorweg Tee und Datteln serviert und haben wir die Möglichkeit zu einem kurzen Kamelritt samt origineller Fotos. Mit unseren Kamelen Misch-Misch und Shakira bildet dies auch eine humorvolle Abwechslung, einzig das Wetter will heute untypischerweise so gar nicht mitspielen, bei windigen 22°C, bedecktem Himmel und zeitweisem Regen.
Nach dem Kamel-Fotoshooting starten wir mit Abud im Toyota Land Cruiser zusammen mit weiteren Touristen zum Dune Bashing – einer Offroad-Fahrt über die Dünenkämme der goldgelben Sandformationen. Ruckartig und schnell gleich einer Achterbahnfahrt mit gewaltigen Sandfontänen, bleibt zuweilen einer der Wägen im Sand stecken.
Unter anfänglichem Jubel, welcher jedoch mit der Zeit immer mehr verstummt, einzig unterbrochen von Abuds wiederholter Frage „do you enjoy?“, filmen unsere Männer die Fahrt bzw versuchen es zumindest. Ehe sich flaues Gefühl im Magen breitmacht, gibt es eine kleine Pause und wir sichten sogar eine vorbeiziehende Kamelherde. Schließlich findet der „Spaß“ ein Ende und wir kehren ins Camp zurück, wo ein abendliches Buffet aufgebaut ist. Auf Teppichen und Sitzkissen in Zelten sitzend, nehmen wir bei Einbruch der Dunkelheit unter arabischer Musikbegleitung landestypische Speisen und Getränke zu uns. Zudem werden wir mit Bauchtanz- und Fackelakrobatik-Vorführungen verwöhnt. Wieder zum Hotel zurückgeführt, endet ein erlebnisreicher Tag gegen 22 Uhr.
Abreisetag und Heimflug
Alles findet einmal ein Ende, und so müssen auch wir am 26. Jänner Abschied von den Vereinigten Arabischen Emiraten nehmen. Nach zwei abwechslungsreichen Wochen geht es bei warmen 24°C ans Heimreisen. Mittags werden wir im Taxi zum Flughafen geführt und fahren dabei ein letztes Mal über die Sheikh Zayed Road, passieren den Burj Kalifa sowie zahlreiche Wolkenkratzer und das Museum der Zukunft. Ma’assalama – auf Wiedersehen!
Eine Boeing 777-300 der Fluglinie Emirates bringt uns in 5,5-stündiger Flugzeit wieder zurück nach Wien, wo wir um 18 Uhr 35 Ortszeit bei merklich tieferen Temperaturn landen.
Zurück blicken wir auf abwechslungsreiche Tage mit unseren Freunden auf der Arabischen Halbinsel. Wir sind in die orientalische Welt und den Zauber der Vereinigten Arabischen Emirate eingetaucht und hatten von allem etwas: spektakuläre Städte, Kultur mit prächtigen Palästen und Moscheen, alte Festungen und Beduinendörfer, die bunte Welt der Souks, weitläufige Wüsten und malerische Palmenhaine, sowie eine gastfreundliche Bevölkerung.
Shukran – Danke für die schöne Zeit!
















































































































