Wanderung Mannersdorfer Wüste

Eine kleine, abwechslungsreiche Rundwanderung im Naturpark Wüste am Fuß des Leithagebirges, einem ehemaligen Klosterareal mit alten Gebäuderesten und Schautafeln zur Geschichte der Anlage. Zahlreiche Wegvarianten von kurz bis länger, flach bis leicht bergauf. Die Hauptwege sind auch (enkerl-)kinderwagengerecht

Lindenallee & Klosterwiese, Mannersdorfer Wüste

Tourlänge 4,8 km | Auf-/Abstieg 162 Höhenmeter | Gehzeit 1 1/4 Stunden

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt ist außerhalb von Mannersdorf am Leithagebirge, bei der Hinweistafel “Wüste” kurz vor der Arbachmühle auf dem Parkplatz im Wäldchen.

Die Wüste

Bei der Wüste handelt es sich um ein ehemaliges Klosterareal des 1644 gegründeten Klosters der “Unbeschuhten Karmeliter”. Nach Schließung des Klosters 1783 entstand an diesem Platz 1986 der Naturpark “Wüste”. Ursprünglich abgeleitet aus dem griechischen Wort “eremos”, eigentlich “Einsiedelei”, aber auch “Wüste” oder “Einöde”, blieb die damals fälschliche Übersetzung “Wüste” als Namen erhalten. Es ist der einzige Naturpark Österreichs, welcher von einer 4,5 Kilometer langen, herzförmigen Mauer umschlossen ist und er beinhaltet, umgeben von artenreichen Eichen-Hainbuchwäldern eine Lindenallee, einen Fischteich und Streuobstwiesen.

Vom Ausgangspunkt mit Schautafeln über den Naturpark führt der Weg vorbei an der kleinen Waldkapelle und der Leopoldskapelle, der ehemals äußeren Pforte der von der Mauer umschlossenen Klosteranlage.

An einem Wegweiser zweigt vom Hauptweg, einer Lindenallee zu den Überresten des ehemaligen Karmeliterklosters St. Anna, ein kleiner Waldweg nach rechts ein paar Meter zum Wüstenbründl ab. Entlang des Arbachs und über die weitläufige Wiese geht es hier ebenfalls zum Kloster. Sonnige Sitzbänke laden zu einer Pause ein, mitgehende Enkerl freuen sich sicherlich über den Spielplatz davor oder auf die Erkundung des kleinen Labyrinths neben dem Kloster.

Schlossberg und Ruine Scharfeneck

Vorbei an den Tiergehegen führt ein Weg in 1 1/4 Stunden zur Franz-Josefs-Warte oder in 25 Minuten zur Ruine Scharfeneck. Es geht durch den Wald leicht bergan bis zu einem Querweg, wo wir nach rechts zur Ruine Scharfeneck abzweigen. Der nun blau markierte Weg führt entlang des Ringwalls, eine alte Steinmauer, welche das Klostergebiet umschließt. Es ist Ende Februar – Schneeglöckchen sprießen als erste Frühlingsboten und sind Vorboten für jungen Bärlauch.

Die Ruine Scharfeneck am 347 m hohen Schlossberg wurde urspünglich als Grenzburg zu Ungarn erbaut. Wegen Einsturzgefahr ist das Betreten der Ruine leider verboten und der Wald holt sie sich zurück, sie ist bereits recht stark zugewachsen.

Es geht weiter entlang der alten, teilweise verfallenen, verwachsenen Steinmauer wieder bergab zum Arbach, welchen wir beim Wüstenbründl überquert haben. Hier könnte man die Runde beenden, indem man auf dem Hauptweg links zurück, vorbei am Kloster zum Eingang geht. Wir wollen jedoch noch etwas die Gegend erkunden und setzen unsere Runde geradeaus weiter fort, den Hügel vis-a-vis hinauf Richtung Steinbruch. Ab hier gehen wir innerhalb der Mauer, also links davon, wenige hundert Meter bergan. Oben am Hügel angekommen, bietet sich ein schöner Ausblick in das Umland und in den Mannersdorfer Steinbruch, der quasi zu unseren Füßen liegt. Weiter geht es am Hügelkamm und dann im Wald hinunter zur Leopoldskapelle, von wo es nur mehr ein kurzes Stück zurück zum Parkplatz ist.

Als wir am frühen Nachmittag am Parkplatz zurück sind, ist dieser selbst Wochentags schon gut besucht – am Wochenende könnte es dort recht voll werden – aber wir Senioren im Ruhestand haben ja zum Glück die Freiheit, Aktivitäten je nach Wetter vorwiegend unter der Woche zu planen.

Links & Downloads

Naturpark Die Wüste

GPS Aufzeichnung, Höhenprofil & Routenkarte von Christian mit OsmAnd App / OpenStreetMap